Lady
Cavendish's Alibi scheint mir mehr als dürftig zu sein, solange sie bei
ihrer Behauptung bleibt, sie habe bereits geschlafen, als ihr Mann aus
Badger's Drift ins Herrenhaus zurückgekehrt ist.
Während
mein Kollege, Inspector Barnaby, ihre Aussage zu Protokoll nimmt, sehe
ich mich ein wenig auf dem Landsitz der Cavendishs um, wo ich DCI Barnaby an diesem Abend bei seinen Ermittlungen begleite.
Die
Kamera schwenkt nach links und fährt langsam hinüber in den Salon. Ich
betrachte die Einrichtung, sehe Lampen, Möbel, Teppiche, Vasen und viele
schöne Dinge.
Dabei fällt mir auf, dass sie etwas gemeinsam haben: Alle machen den Eindruck, als seien sie von hoher Qualität und schon vor langer Zeit angeschafft worden, ohne etwas von ihrer Schönheit und Funktionalität eingebüßt zu haben.
Wenn man es klug anstellt, dann braucht man einige Dinge nur ein einziges Mal im Leben zu kaufen und danach nie wieder. Vielleicht mag ich deshalb keine Sonderangebote. Mein Geld ist knapp und deshalb kaufe ich nur das Beste. Sonderangebote kann ich mir nicht mehr leisten.
Dabei fällt mir auf, dass sie etwas gemeinsam haben: Alle machen den Eindruck, als seien sie von hoher Qualität und schon vor langer Zeit angeschafft worden, ohne etwas von ihrer Schönheit und Funktionalität eingebüßt zu haben.
Wenn man es klug anstellt, dann braucht man einige Dinge nur ein einziges Mal im Leben zu kaufen und danach nie wieder. Vielleicht mag ich deshalb keine Sonderangebote. Mein Geld ist knapp und deshalb kaufe ich nur das Beste. Sonderangebote kann ich mir nicht mehr leisten.
Ich
formuliere einen Wunsch, betrachte ihn von allen Seiten, hole
Informationen ein, wäge Alternativen ab und entscheide mich am Ende für
den einen,
besten Gegenstand. Der soll es sein. Kein anderer. Der Preis ist nur
wichtig, wenn es gleichwertige Alternativen für weniger Geld gibt.
Der alte Lord Cavendish hat die klassischen Empire Leuchter auf dem Kaminsims sicher auch nicht im Sonderangebot erstanden und was die Cavendishs mir an Geld voraushaben, das mache ich mit Geduld wieder wett, denn ich kann warten.
Der alte Lord Cavendish hat die klassischen Empire Leuchter auf dem Kaminsims sicher auch nicht im Sonderangebot erstanden und was die Cavendishs mir an Geld voraushaben, das mache ich mit Geduld wieder wett, denn ich kann warten.
Was
sind das für Gegenstände, die man nur ein einziges Mal zu kaufen
braucht, wenn man es gleich richtig anstellt? Ich habe keinesfalls
Antiquitäten im Sinn, sondern ganz alltägliche Dinge, von denen ich sogar einige bereits besitze.
Lautsprecherboxen. Ein gutes Paar Boxen hält ein Leben lang. Vor 17 Jahren habe ich PC-Boxen von Cambridge Soundworks
gekauft und noch immer stellen sie Vieles in den Schatten, das ich
bisher am Computer gehört habe. Heute freue ich mich, dass ich damals
etwas Gutes gekauft habe, denn seit ich keinen Fernseher und keine
Stereoanlage mehr besitze, sind sie an meinem iMac doppelt wertvoll.
Ein guter Füllfederhalter. Seit 14 Jahren schreibe ich mit einem Pelikan M600
und er wird immer besser. Die Goldfeder ist inzwischen perfekt auf
meine Hand eingeschrieben. In zehn oder zwanzig Jahren werde ich ihn
sicher einmal zum Füllhalter Doktor zur Inspektion bringen, aber
ansonsten scheint er für die Ewigkeit gemacht.
Möbel.
Gute Möbel überdauern Jahrhunderte und obwohl ich möbliert wohne, habe
ich doch drei eigene Möbelstücke. Einen Ohrensessel, einen Bürosessel
aus Büffelleder, der seit 19 Jahren immer schöner wird und dieses
wunderschöne Bett aus weißem Palisanderholz, das ich aus Indien über einen
Versandhandel für Kolonialmöbel bestellt habe. Massive, alte
Handwerksarbeit, unglaublich schwer, stabil und teuer, aber ich werde
nie wieder ein anderes Bett kaufen müssen.
Töpfe
und Pfannen. Ein Jahr lang habe ich auf meinen Skeppshult aus
gegossenem Roheisen gespart. In keinem Topf gelingt Daube Provencale
besser als in diesem. Und auf meinen Motorradreisen brate ich seit neun
Jahren in einer Titanpfanne von Trangia, die kaum mehr als 100 g wiegt
und trotzdem unverwüstlich ist.
Werkzeug. Für mein Motorrad benutze ich nur Markenwerkzeug von Gedore
und Hazet. Jeden einzelnen Schlüssel, jede Nuss und jeden
Schraubendreher habe ich sorgfältig ausgewählt. Wer soviele Schrauben
wie ich mit billigem Werkzeug aus dem Baumarkt ruiniert hat, der weiß, was
gutes Werkzeug wert ist.
Messer. Mit meinem Buck Vanguard
bin ich beim Endurowandern jeder Herausforderung gewachsen, vom
Schneiden der Entrecotes über Feuerholz machen, bis zur Bekämpfung
Aufständischer.
Mein Leben ist übersichtlich und ich möchte nur wenige Dinge besitzen, aber die sollen von höchster Qualität sein. Sie müssen die Zeit überdauern, gut aussehen, Klasse haben und mir lange Freude bereiten. Der Preis ist nicht so wichtig, denn ich habe die Geduld, um lange für meine Wünsche zu sparen.
Fazit: Es gibt sicher noch weitere Gegenstände, die bei kluger Auswahl und angemessener Pflege ein Leben lang halten können und wo das Hochwertige und Teure am Ende das beste Angebot ist. Inzwischen achte ich darauf, möglichst nur noch solche Artikel anzuschaffen. Auf welche Gegenstände mag das noch zutreffen?
Am Ende war es übrigens doch nicht die alte Lady Cavendish, die ihrem Mann hinübergeholfen hat, sondern ein Earl of SoUndSo aus dem Ruderclub, aber die ganze Geschichte war so verworren, dass ich nicht alles verstanden habe. Barnaby hat die Sache letztlich aufgeklärt. Ich habe mehr auf die Einrichtung geachtet...















































