Sonntag, 18. April 2010

Vorfälle im Krankenhaus

Svenja als Transgender im KrankenhausVersucht einmal, euch meine Situation vorzustellen. Ich gehe in die Klinik mit Bauchschmerzen. In der Aufnahme zeige ich meine Versichertenkarte und die Über­weisung vom Hausarzt. Beides auf Frau Svenja ausgestellt.

Natürlich steht da kein Warnhinweis drauf, dass ich als Transgender für zwei, drei kleine Über­raschungen gut bin. Und ich selbst habe überhaupt keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll. Muss ich eine Erklärung abgeben? Vielleicht einfach aufstehen, in die Hände klatschen und kurz um Aufmerksamkeit bitten? Ich bin ratlos und tue, was ich in solchen Situationen immer tue, nichts. Die merken im OP noch früh genug, dass bei mir etwas anders ist, als bei handelsüblichen Frauen.

Blende und Schnitt: Eine Stunde später in meinem Krankenzimmer. Eine fröhliche junge Lernschwester hilft mir beim Umziehen in das OP-Hemd. Alleine kriege ich das nicht mehr hin. Im Arztbrief steht später: „Die Patientin erschien bereits in deutlich reduziertem Allgemeinzustand.“ Keine Ahnung, was das genau bedeutet, aber jetzt heißt es, ich brauche Hilfe beim Umziehen.

Ich möchte die junge Schwester nicht schockieren und fühle mich verpflichtet, etwas zu sagen: „Sie wissen ja sicher schon, dass ich die Frau mit dem Geburtsfehler bin. Ich trage die Eierstöcke außen.“ Wir müssen beide lachen. Sie hatte die Story längst brühwarm von der Aufnahme gehört, wo es dem Doc inzwischen unangenehm war, mich nach einer Schwangerschaft gefragt zu haben. Ob er mir zu nahe getreten sei? Aber nein, das war ein total süßes Kompliment. Davon werde ich noch Monate zehren.

Blende und Schnitt: Zehn Tage und zwei Operationen später. Ich beginne mich zu langweilen und gehe auf Patrouille. Vielleicht entdecke ich etwas und kann ein, zwei Anzeigen fertigen und mir später dafür Überstunden aufschreiben. Und tatsächlich, was entdeckt das geschulte Auge des Gesetzes? Mein Bett hat eine TÜV-Plakette und die ist 2007 abgelaufen. Das macht 75 Euro Bußgeld und 2 Punkte in Flensburg. Pro Bett. Ich rechne kurz hoch. Die Klinik hat ca. 640 Betten, das sind 48.000 Euro und 1.280 Punkte. Dafür gibt nicht nur der Verwaltungsdirektor den Lappen ab, sondern auch das gesamte Personal bis runter zu dem Typen, der im Foyer die Brötchen verkauft. Ich bin jedoch in Geberlaune und belasse es bei einer mündlichen Verwarnung.

Zwei Tage später aber geschieht etwas, darüber werde ich nicht hinwegsehen. So eine Frechheit ist mir im ganzen Leben noch nicht passiert. Als Claudia mich kurz darauf besucht, bin ich noch immer völlig außer mir.

Reizlos Narbe heilt gutClaudia: „Guten Morgen, Svenja. Na, wie gehts?“
Ich, ohne auf ihren Gruß einzugehen: „Ich bin noch niemals so beleidigt worden. Stell dir vor, die schmeißen mich hier raus, weil ich den Ärzten auf einmal nicht mehr hübsch genug bin!“
Claudia: „Was ist denn jetzt schon wieder passiert? Nicht hübsch genug? Spinnst du?“

Ich, mit Zittern in der Stimme: „Eben war die weiße Wolke hier zur Visite. Und da hat dieser eine junge Arzt, du weißt schon, der mit den dunklen Haaren, der ganz gut aussieht, gesagt: Darf ich mal einen Blick auf ihren Bauch werfen? Und ich total nett: Aber natürlich, Herr Doktor. Und ziehe voller Vertrauen mein Nachthemd hoch. Schließlich sind das doch Ärzte.
Jedenfalls guckt der Doc auf meinen Bauch, natürlich genau auf die hässliche, frisch zugenähte Narbe und weißt du, was er zu mir sagt?“
Ich kann die Tränen jetzt kaum noch zurückhalten.
„Was denn?“, fragt Claudia mit Ratlosigkeit in der Stimme.
„Reizlos, vollkommen reizlos. Sie können morgen nach Hause gehen.“

Claudia: „Ja, aber...“
„Nichts, ja aber“ unterbreche ich sie wütend. „Können die sich denn alles rausnehmen nur weil das Ärzte sind? Geht es hier jetzt nach dem Aussehen? Ich weiß ja selber, dass ich momentan nicht besonders reizvoll aussehe, aber...“
Claudia: „Jetzt hör doch erstmal zu, Tinky Winky. Der meint doch nicht dein Aussehen, sondern nur deine Narbe. Reizlos heißt doch bloß, dass die gut verheilt und nicht mehr so gerötet ist. Kein Grund zur Aufregung.“

Ich: „Ha, ha. Du hast ja auch nicht sein Gesicht gesehen. So guckt man nicht auf den Bauch einer Frau, die vor einem im Bett liegt und sagt: Reizlos, vollkommen reizlos. Der müsste mich mal am Wochenende im Nightfever sehen in meinen neuen Overknee Stiefeln. Den schwarzen mit den Nieten, du weißt schon, welche ich meine.“
Claudia: „Ja, ja, ich weiß, welche du meinst.“

Reizlos Narbe heilt gutIch: „Das sind jetzt schon drei Vorfälle weshalb ich den Verwaltungsdirektor anrufen werde. Und genau das mach ich auch, verlass dich drauf.“
Claudia: „Drei Vorfälle? Was denn für Vorfälle?“
Ich: „Hörst du mir nie zu? Da war zuerst die Sache mit dem abgelaufenen TÜV von meinem Bett und heute, dass die Ärzte mich zu hässlich finden für die Station. Und dann noch die Sache mit dem Tomatensalat."
„Die Sache mit dem Tomatensalat? Was denn für ein Tomatensalat?“
Ich: „Ganz genau: Was denn für ein Tomatensalat? Der, den ich letzten Dienstag extra auf meinen Essenzettel geschrieben habe und der bis heute nicht gekommen ist. Sollen die denn hier mit allem durchkommen? Ich bin nun echt keine von diesen schwierigen Zicken, die sich dauernd über alles beschweren müssen, aber das geht zuweit. Nur weil ich ein schwaches Mädchen bin...“

„Nein.“
, stimmt Claudia mir zu und verdreht dabei die Augen, weil sie wahrscheinlich glaubt, ich sehe das nicht:
„Du bist nun wirklich keine von diesen schwierigen Zicken.“

Fazit: Einem Blogger kann kaum etwas Besseres passieren kann, als eine Weile im Krankenhaus zu liegen. Mehr Stoff für Postings findet man nirgends. Und sowie der Sinn für Humor wieder größer ist als das Aua, macht es auch Spaß, darüber zu schreiben.

Donnerstag, 15. April 2010

Neulich bei Kawasaki...

Svenja auf Kawasaki KLX 250 EnduroWieso gucken die Landeier so? Haben die noch nie ein Mädchen auf'm Motorrad gesehen? Egal. Ich hab jedenfalls extra meine Motorrad­stiefel und die neue Lederjacke angezogen. Vielleicht darf ich ja 'ne kleine Probefahrt machen.

Ich setz mich im Laden auf die Kawa und bin auf Anhieb begeistert. Die kleine KLX250 wiegt kaum mehr als ich und ist außerdem megaschlank und total hochbeinig. Eine Eigenschaften, die ich überhaupt sehr schätze.

Ich träume gerade so schön von meiner ersten Tour und mache ganz leise Motoren­geräusche nach, da kommt der Verkäufer hinter seinem Tresen hervor und fängt an, mir irgendwelche Neben­­sächlich­keiten an den Kopf zu werfen: "Einspritzer, PS, bla, bla, Newtonmeter, laber, Aluschwinge, bla, Digitalcockpit, laber...".

Was soll sowas? Das interessiert doch keinen normalen Menschen. Ich frage mich ernsthaft, wo solche Verkäufer geschult werden. Im Finanzamt? Zielsicher lasse ich ein paar Fachfragen los, damit er gleich merkt, dass ich selber total Ahnung habe und nicht irgendeine blöde Tusse bin, der man alles erzählen kann: "Gibt es dazu von Kawasaki nicht sogar ein passendes Top mit Spaghettiträgern? Und grüne FlipFlops? Und diese eine total süße Crosshose?"

Svenja sieht nicht fett ausAuch die anderen Kunden im Laden hören jetzt aufmerksam zu. Damit hat natürlich keiner gerechnet, dass ein Mädchen sich so gut mit Motorrädern auskennt. Wahrscheinlich haben die meisten, die hier reinkommen, nicht mal halb soviel Ahnung wie ich.
Die wichtigste Frage von allen habe ich mir extra bis zum Schluss aufgehoben und stelle sie jetzt in die versammelte Runde: "Und ich sehe darauf auch ganz bestimmt nicht fett aus?"
Für einen Moment herrscht Schweigen. Solange bis der Verkäufer mühsam hervorpresst: "Aber nein, überhaupt nicht.", und mich damit vollends von der KLX überzeugt. Ich denke, er sagt die Wahrheit, sonst würde er ja niemals so mit den Augen rollen. Ich mag den Typen, eigentlich ist er gar nicht mal so unsympathisch...

Erst als ich den Kaufvertrag unterschreiben will, fällt mir ein, dass ich bei den ganzen Biker­gesprächen total vergessen habe, nach dem Preis zu fragen...

Svenja auf Kawasaki KLX250 Enduro Probefahrt Motorrad Weber Neumünster

Sonntag, 11. April 2010

Svenja im Krankenhaus

Svenja im KrankenhausDiese blöden Bauch­schmerzen sind doch gestern abend schlagartig besser geworden. Soll ich überhaupt noch ins Krankenhaus gehen? Die sind doch fast weg. Sicher hat mein Hausarzt recht mit seiner Diagnose einer abklingenden Blinddarm­entzündung. Er schickt mich aber trotzdem in die Klinik zum Ultraschall, weil die Entzündungs­werte über Nacht durch die Decke gegangen sind.

In der Chirurgie kümmert sich ein junger Assistenzarzt um mich. Ich muss mich auf einen schmalen Untersuchungstisch legen. „Machen Sie sich bitte oben herum frei.“ fordert er mich auf. „Oben anfangen ist gut.“, denke ich. „Das ist meine beste Seite.“

Ich glaube nicht, dass der Doc schon etwas ahnt. Er klatscht mir das kalte Ultraschallgel auf den Leib und fängt konzentriert an, meinen Bauch zu schallen.

Wir sind knapp südlich des Bauchnabels. Sicheres Gebiet soweit. „Ziehen Sie bitte die Strumpfhose etwas weiter herunter.“, fordert der Doc mich beiläufig auf. „OK. Doc.“, denke ich. „Noch fünf Zentimeter tiefer und ich hab eine Überraschung für dich.“

Svenja ist ganz sicher nicht schwangerDie Bewegungen des jungen Arztes werden zielstrebiger. Er scheint endlich etwas entdeckt zu haben und kann dabei das Triumpfgefühl in seiner Stimme kaum unterdrücken: „Können Sie sicher ausschließen, dass Sie schwanger sind?“ Ich könnte ihn küssen. Das ist mit Abstand das beste Passingerlebnis, das ich je hatte. „Ja, das kann ich. Wenn ich schwanger bin, dann haben wir innerhalb von drei Stunden die BILD-Zeitung und das Fernsehen hier.“ Der Doc guckt leicht irritiert, versteht meine Anspielung aber nicht.

Die junge Medizinstudentin aber, die an meinem linken Arm Blut abnimmt, kann sich das Grinsen kaum noch verkneifen. Sie hat längst bemerkt, dass ich keine Eierstöcke habe. Jedenfalls nicht innen...

Der junge Arzt hingegen ist ratlos und übergibt mich an den Oberarzt. „Da ist es. Der Blinddarm. Durchgebrochen. Hier sieht man Flüssigkeit. Ausgelaufen. Kein Wunder, dass es Ihnen gestern plötzlich besser ging. Nach dem Durchbruch ist der Druck weg und mit ihm die Schmerzen. Gut, dass Sie gekommen sind. Ohne Behandlung stehen die Chancen, das zu überstehen, bei 50%. Sie müssen gleich operiert werden. Haben Sie heute schon was gegessen?“

Einige Stunden später ist alles überstanden. Die Operation wurde endoskopisch durch zwei kleine Löcher in der Bauchdecke durchgeführt. Dazu wird vorher eine kleine Videokamera durch den Bauchnabel eingeführt, damit der Operateur was sehen kann. Am Abend bin ich schon wieder halbwegs beieinander und ich freu mich, alles so gut überstanden zu haben.

Svenja im Städtischen Krankenhaus Kiel mit Blinddarmdurchbruch

Die nächsten Tage sind dafür gar nicht lustig. Durch zwei fingerdicke Schläuche wird dreimal täglich Wasser durch meinen Bauch gespült. Der Wasserbeutel wird an einen Infusionsständer gehängt und läuft langsam zur einen Bauchseite rein und aus dem Schlauch an der anderen Seite wieder heraus. Die Formel ist einfach: Drei Liter rein, drei Liter raus. Das Ganze hat einen hohen Unterhaltungswert und ist leider ziemlich schmerzhaft.

Claudia ist die Erste, die merkt, dass etwas nicht stimmt. Drei Liter laufen rein, aber nur einer läuft wieder heraus. Dafür muss ich nun dauernd in höchster Not auf den Toilettenstuhl, was mit den ganzen Drainagen, Beuteln und Infusionsschläuchen ganz schön schwierig ist.

Meine Geheimwaffe ist eine kleine Schmerzmittelpumpe, die der nette Anästhesist mir installiert hat. Der Abzug ist an meine Bettdecke geheftet und sieht aus wie ein kleiner Pistolenabzug. Damit kann ich mich jederzeit in süßes Vergessen schießen. „Greifen Sie ruhig zu, es hilft. Sie müssen nicht leiden. Es ist genug da. Wo das herkommt, da ist noch mehr.“, beruhigt mich der nette Doc. „Sie können es auch nicht überdosieren, der Computer rechnet ständig mit.“ Ich bin begeistert und hoffe, dass es kein Windows System ist.

Inzwischen diskutiert die weiße Wolke den mysteriösen Fall der fehlenden Spülflüssigkeit. Sechs Liter sind inzwischen verschwunden und ich ahne, wo die geblieben sind. Das Team ist sich jedoch einig, dass es medizinisch nicht möglich ist, Wasser durch die Bauchdecke direkt in den Darm zu spülen. Entwarnung also. Wenn nur die rechte Drainage nicht so weh täte...

Am Morgen des vierten Tages geht es mir besser. Als die weiße Wolke um 7 Uhr mein Zimmer zur Visite stürmt, bin ich fest entschlossen, nur über meine Entlassung zu verhandeln. Es geht mir gut und Ostern bin ich wieder zuhause.

Die Oberärztin schlägt die Bettdecke zurück, wirft einen Blick auf die Schläuche und ich sehe sofort in ihrem Gesicht, das etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. „Haben Sie heute schon etwas gegessen?“, fragt sie mich.

Der fingerdicke Drainageschlauch hat offensichtlich meinen Dickdarm durchstoßen und das Wasser deshalb an der ganz falschen Stelle wieder herausgespült. Vermutlich habe ich inzwischen den am besten gespülten Dubs von ganz Kiel. Der Gedanke tröstet mich.

Eine Stunde später liege ich bereits wieder in der Schleuse des OP1 und werde für den Eingriff fertig gemacht. Ich habe Angst und mir ist kalt.

Svenja im Städtischen Krankenhaus Kiel

Als ich am frühen Nachmittag in meinem Bett aufwache, geht es mir deutlich schlechter als nach der ersten Operation. Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, dass ich diesmal eine lange Narbe vom Nabel bis in den Keller davongetragen habe. Dafür nervt mich jetzt so ein blöder Schlauch in meiner Nase. Er reicht bis in den Magen und stört total beim Schlucken. Ich bin wehleidig, ängstlich und genervt. Mit einem kurzen Druck auf den Abzug der Schmerzmittelpumpe verabschiede ich mich erneut in die Schwerelosigkeit.

Vier Tage später geht es mir schon wieder besser und ich freue mich sogar ein wenig auf Ostern. Claudia ist inzwischen in meinem Krankenzimmer eingezogen und geht kaum noch nach Hause. Allerdings habe ich insgeheim den Verdacht, dass sie nur auf ihre drei Mahlzeiten spekuliert, denn die Klinik hat Claudia kurzerhand und unbürokratisch mit in die Verpflegung aufgenommen und das Essen ist überraschend gut.

Svenja im Städtischen Krankenhaus Kiel

Fazit: Nach 13 Tagen werde ich aus der Klinik entlassen. Trotz der kleinen Panne mit dem Drainageschlauch kann ich mich über die Pflege nicht beschweren. Die Schwestern und Pfleger waren nicht nur freundlich und kompetent, sondern haben auch viel menschliche Anteilnahme bewiesen. Danke, ihr Lieben für die gute Pflege und für eure Freundlichkeit.

Und tausend Dank meiner allerbesten Freundin Claudia, die jede freie Minute an meinem Bett Wache gehalten und mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat. Ich bin auch nicht mehr sauer wegen dem leergefressenen Osterkorb. Du darfst mir jederzeit jeden Naschkorb leeressen. Versprochen! (Aber lass die Hände von dem Nougat!)

Dieses war außerdem mein erster Aufenthalt als Frau in einer Klinik. In den vergangenen Jahren hatte ich deshalb viele Ängste und Befürchtungen. Was daraus geworden ist, darüber berichte ich euch in einem anderen Posting.

Montag, 22. März 2010

Svenja-and-the-City auf eBay

Svenja im eBay Fotostudio
„Aber nicht die weißen Buffalo Clogs. Die will ich behalten.", nörgele ich und stampfe dabei leicht mit dem Fuß auf, wie ich das gerne tue, wenn ich Claudia die Meinung sage.
„Ich denke du willst jetzt eBay machen und das verd
iente Geld für ein neues Motorrad sparen?" „Ja, schon, aber nicht die Buffies. Und auch nicht die pinken Pantoletten mit der Korksohle."
Claudia verdreht die Augen: „Was willst du denn überhaupt bei eBay reinsetzen?"

„Ich könnte welche von meinen Stiefeln hergeben und auch ein paar Jeansröcke und Ballerinas. Ach ja, und ich hab noch das KTM Zelt und die ganzen alten Motorradsachen. Die kann ich ja wohl schlecht zu der neuen Kawasaki tragen."

„Ja, völlig unmöglich.", stimmt Claudia mir zu und verdreht dabei die Augen: „Alles muss natürlich nagelneu sein. Sag mal, hast du überhaupt eine Vorstellung davon, wieviele Jeansröcke und Ballerinas man verkaufen müsste, damit es für ein neues Motorrad reicht?"

„Keine Ahnung, ist doch auch erstmal egal."
, zicke ich mit meinem Lieblingsargument schlagfertig zurück. Diese negative Haltung hass ich nämlich total an ihr und noch mehr hasse ich es, wenn sie mich dabei so von oben über den Rand ihrer Brille ansieht. Meine Güte, ich bin doch kein Kind. So ein Aufstand, nur weil ich meine Buffalos nicht verkaufen will. Ich denke nämlich immer ein bisschen weiter, als die meisten Menschen und garantiert kommen die irgendwann wieder voll in Mode und dann wollen wir doch mal sehen, ob eine gewisse Frau Jemand immer noch ironisch über ihre Brille hinwegguckt. Aber soweit reicht es bei ihr natürlich wieder nicht.

Gerade habe ich den Studioblitz eingestellt, die Schirme und den Molton platziert, da geht das Gemecker schon wieder los: „Willst du Motorradsachen fotografieren oder Modeaufnahmen für die Bild-der-Frau machen?“

Jetzt bin ich echt sauer: „Wo steht denn bitte geschrieben, dass man sich nicht ein bisschen nett zurechtmachen darf, nur weil man Motorradsachen fotografiert?“
„Nett zurechtmachen? Ein bisschen? Du ziehst doch nicht ernsthaft das kleine Schwarze an, um deine alten MotoCross Handschuhe zu fotografieren?“


Ist sowas nicht absolut ätzend? Wie kann ein Mensch so negativ sein? „Wieso denn nicht? Das sieht doch total gut aus?!“ Claudias Genörgel geht mir voll auf die Nerven und ich merke, wie ich langsam bockig werde, aber jetzt erst Recht: „Und den Helm nehme ich im Bett mit Overknee Stiefeln auf!"

Fazit: Vielleicht kann ich mir ja mit ein paar eBay Auktionen ein bisschen was für mein Motorrad dazu verdienen. Mal sehen, wieviele Ballerinas, Stiefel und Jeansröcke man verkaufen muss, damit es für eine neue Kawasaki reicht. Im Lauf der nächsten Wochen stell ich die Sachen dann nach und nach bei eBay ein.
Und hier findet ihr
Svenja-and-the-City auf eBay.

Freitag, 19. März 2010

Svendura kehrt zurück

Svenja Svendura Kawasaki KLX250 Poster„Was ist denn mit Svenja los? Hat sie diesen Monat ihre Gehirn­rechnung nicht bezahlt? Die hängt gerade ein Kawasaki Poster in ihrem Büro auf. Ja! An der Wand wo vorher die sexy Modeplakate und dieses Trans­gender Poster hingen.“

So ähnlich müssen meine Kollegen gedacht haben, als ich letzte Woche mit der Tesarolle und dem Kawaposter im Büro aufgetaucht bin.


„Ich wusste doch sowieso, dass du wieder anfängst.“, lacht ein Kollege mich freundlich an. Er hat nicht vergessen, wie ich jahrelang alle mit meinen Geschichten über Endurowandern genervt habe und damit das Motorradvirus erst so richtig in unser Sachgebiet getragen habe. Sogar mein Chef hat damals mit Ende 50 noch den Motorradführerschein gemacht und sich anschließend gleich eine 1000er Suzuki gekauft. Oh ja, ich kann überzeugend sein.

Es ist kaum zu fassen, wie ich in den letzten Jahren alles das vernachlässigt habe und mich rund um die Uhr nur noch um meine eigene Verweiblichung gekümmert habe. Inzwischen aber hab ich mich hier in Frauenland häuslich eingerichtet. Die letzten Umzugkartons sind ausgepackt und ab jetzt heißt es wieder, Enduro statt Estreva*.

Fazit: Das Motorradreisen und Endurowandern interessiert mich stärker als je zuvor. Meine komplette Ausrüstung dafür habe ich ja noch, mir fehlt nur ein Motorrad. Ich denke, ich fahre am Samstag mal nach Neumünster und setz mich dort auf die neue Kawasaki KLX 250. Vielleicht steht die mir ja?

*Estreva Gel: Ein weibliches Hormongel im Pumpspender, das ich jeden Morgen anwende und das inzwischen für ein hübsches B gesorgt hat.

Dienstag, 16. März 2010

Eine Frage der Liebe - Teil 2

Filmkritik eine Frage der Liebe
Und das geschah im ersten Teil:
In einem Gespräch beim Pastor hat Roy sich vor seiner Frau Irma als transsexuell geoutet. Sowohl der Pastor, als auch Irma sind schockiert.
Noch am selben Abend spricht Roy auch mit der 12-jährigen Tochter, Patty Ann, die daraufhin ganz offene Fragen an ihren Papa stellt. Roy ist Vorarbeiter in einer Traktorenfabrik und outet sich am nächsten Morgen auch gegenüber seinem Chef, der zwar wohlwollend reagiert, aber Angst um die Reaktion der Arbeiter hat.

Es fehlt noch der erwachsene Sohn, Wayne, der bislang nichts von der Transsexualität seines Vaters ahnt. Wayne reist mit einer RockBand auf ihrer Tour durch die USA und war schon lange nicht mehr zuhause. Aus diesem Grund schreibt Roy seinem Sohn einen Brief: "Lieber Wayne...".


Den Brief seines Vaters liest Wayne seinen Kumpels in der Bar laut vor...

Filmkritik Eine Frage der Liebe Transfilm






Der erste Tag nach dem Outing.
Roy trägt ein paar billige goldene ClipOhrringe zur Arbeit...


Filmkritik Eine Frage der Liebe Transfilm





Roy ist verzweifelt und nach einer schrecklichen Demütigung durch seinen eigenen Vater will er sich das Leben nehmen...


Mobbing auf der Arbeit wegen transgender



Roy ist nach Hause zurückgekehrt, nachdem sich Irma für eine Weile von ihm getrennt hatte. Er bittet Irma um Hilfe ...


Filmkritik Eine Frage der Liebe Transfilm



Ich möchte euch hier nicht alles verraten. Vielleicht wollt ihr euch den Film ja selbst noch anschauen. Es lohnt sich unbedingt. Eine Frage der Liebe erschien bereits 2003 und lief auch schon im Fernsehen. Bei Amazon gibt es ihn für weniger als 2 Euro.

Fazit: All die Jahre habe ich mir so sehr gewünscht, dass meine Familie, meine inzwischen geschiedene Frau und meine fünf Kinder sich diesen Film doch einmal ganz mit offenen Herzen und voller Neugier angesehen hätten. Stattdessen haben wir niemals auch nur ein einziges Gespräch über das Thema Svenja geführt. Wir waren sogar noch begrenzter, als die Menschen im bible belt der USA, die im Film als rückständig und verbohrt dargestellt werden. Und darüber komme ich einfach nicht hinweg...

Sonntag, 14. März 2010

Eine Frage der Liebe - Teil 1

Filmkritik eine Frage der Liebe
Roy und Irma leben im mittleren Westen der USA, irgendwo im sogenannten bible belt. Irma, gespielt von der unglaublich guten Jessica Lange, singt im Kirchenchor, während Roy als Vorarbeiter in der örtlichen Traktorenfabrik beschäftigt ist. Hier, wo Männer noch Männer sind und wo der Pastor beim Hausbesuch zum Eheberater wird, erscheint es völlig unmöglich, ein Leben als Transgender führen zu können.

Ausgerechnet in diesem Klima von Intoleranz bekennt sich Roy von einem Tag zum anderen ganz offen zu seiner Transsexualität. Er sei im falschen Körper geboren, heiße ab jetzt Ruth und werde sich irgendwann im nächsten Jahr operieren lassen.

Es kommt nicht oft vor, dass Hollywood einen Film zum Thema Transsexualität macht. Und wenn doch, dann werden wir dort gerne als tuntige Glamourgirls, oder sonstwie kaputte und entwurzelte Typen dargestellt. Aber dieser Film ist anders. Für mich ist "Eine Frage der Liebe" der beste Film, den ich bislang zu meinem Thema gesehen habe. Ich muss euch die Kritik in 2 Teilen servieren, weil die Comics doch etwas aufwendiger sind, als ich anfangs dachte. Oder versucht ihr mal durch einen blöden Tränenschleier hindurch Photoshop auf Pixelebene zu bedienen :-)


Roy outet sich vor Irma und vor Reverend Dale.

Filmkritik Eine Frage der Liebe Transfilm






Beim Abendessen weiht Roy seine Tochter Patty Ann ein.


Filmkritik Eine Frage der Liebe Transfilm





Gleich am nächsten Morgen outet sich Roy auch gegenüber Frank, seinem Chef in der Traktorenfabrik. Übrigens: Das Buch gibt es wirklich...


Filmkritik Eine Frage der Liebe Transfilm



Und das erwartet euch im nächsten Teil:

  • Werden die Jungs in der Traktorenfabrik ihren Vorarbeiter auch als Ruth akzeptieren?
  • Und wie reagiert Wayne, Roys und Irmas erwachsener Sohn auf die Nachricht?
  • Wird die christliche Gemeinde ihr langjähriges Mitglied Roy auch als Ruth akzeptieren?
  • Und werden Ruth und Irma dem Druck standhalten können?
Falls jemand den Film bereits kennt, bitte im Kommentar nicht zuviel verraten. Habt ihr überhaupt Lust auf einen zweiten Teil? Dann mache ich mich nämlich gleich an die Arbeit.

Dienstag, 9. März 2010

Svenjas Transgender Schnelltest

Svenja Transgender Test in Minirock und Buffalo ClogsLeider gibt es in Apotheken noch keinerlei Teststreifen auf Transsexualität zu kaufen. Damit wäre alles ganz einfach. Du verschwindest für drei Minuten allein im Waschraum und anschließend hast du die Gewissheit: Lohnt es sich die Men's Health zu abonnieren, oder unterschreibst du besser doch bei Bravo Girl.

Aus diesem Grunde hat Svenja-and-the-City, der Blog für die rauhe Wirklichkeit, diesen Test für euch entwickelt.

Transsexualität ist nicht messbar, aber es gibt dennoch einige starke Indizien, die darauf hindeuten können, dass du trans bist. Vielleicht hat sogar dein Umfeld die Frau in dir schon lange bemerkt?



Du bist vielleicht transsexuell, wenn ...
  • ... es dir nie etwas ausgemacht hat, die Kleider deiner großen Schwester aufzutragen, obwohl du strenggenommen ihr Bruder bist.

  • ... du zwar jede Folge von Sex-and-the-City mitsprechen kannst, aber absolut keine Ahnung hast, wer oder was das A-Team ist.

  • ... Passanten dich feiern als hättest du gerade den Nanga Parbat allein mit einem Wurstbrot und einer Wäscheleine bestiegen, obwohl du nur deinen Smart in eine ganz normale Parklücke eingeparkt hast.

  • ... du keine Ahnung hast, wie man eine Krawatte bindet, aber ein perfektes 3-Schichten AbendMakeUp in weniger als 10 Minuten hinbekommst.

  • ... deine Schwester nicht mit dir zum AbiBall gehen will, solange du das gleiche Kleid trägst wie sie.

  • ... du bei Seenotübungen immer als Erster in ein Rettungsboot gesetzt wirst.

  • ... du dich bei Kawasaki für die neue 200 PS Ninja interessierst und der Händler sich die größte Mühe gibt, um dich von den zahlreichen Vorteilen der KLX250 zu überzeugen.

  • ... dich bei Computerproblemen nie jemand um Rat fragt, obwohl alle genau wissen, dass du beruflich eine absolute Expertin auf diesem Gebiet bist.

  • .... du dein Motorrad in die Werkstatt bringst, dem Meister dazu eine perfekte FehlerDiagnose lieferst und er dich mit väterlicher Stimme fragt, ob denn Benzin im Tank sei.

  • ... sich deine Mutter für eine Party megascharf aufgestylt hat und jetzt von dir die passenden Schuhe dazu ausleihen will.

Die Auswertung:

0 Treffer:
Entweder bist du ein schamloser Lügner, oder tatsächlich einer der wenigen NichtTranssexuellen. Aber sicher ist das noch lange nicht...

1 - 2 Treffer:
Noch kein Grund, um sich ernstlich Sorgen zu machen, aber zur Sicherheit stelle ich dir eine Zusatzfrage: Haben deine Mutter, oder deine Schwester jemals ein Kleidungsstück vermisst und nur du wusstest ganz genau, wo sie suchen müssten?

3 - 5 Treffer:
Ein solches Ergebnis sollte bereits für einen Termin beim Endikrinologen ausreichen. In jedem Fall solltest du dein Abo der Men’s Health nicht um ein weiteres Jahr verlängern.

ab 5 Treffern:
Dieses Ergebnis kannst du jetzt ausdrucken und deinem Antrag auf Vornamensänderung beifügen. Das Gericht wird vermutlich kein zusätzliches psychiatrisches Gutachten verlangen.

Fazit: Transsexualität kann man nicht testen und ist nur sehr schwer sicher zu diagnostizieren. Der Psychiater erstellt dazu eine sogenannte Differenzialdiagnose. Im Klartext: Der Doc versucht herauszufinden, ob ihr vielleicht einfach eine Klatsche habt. Wenn er nichts findet, geht er davon aus, dass es Transsexualität ist, die euch zu eurem Verhalten veranlasst.

Transsexualität kann man fühlen, aber man kann sie nicht messen. Wer auf fragwürdige Tests aus dem Internet vertraut, kann auch gleich mit meinem blödsinnigen 10-Punkte TransSchnelltest Vorlieb nehmen. Der ist mindestens ebenso seriös und genauso wissenschaftlich.

Ich selbst komme in diesem Test übrigens auf 7 Punkte und hätte mir die teuren Gutachten sparen können. Los, und jetzt will ich endlich wissen, wie ihr abgeschnitten habt. Aber seid ehrlich...!

Sonntag, 7. März 2010

Rezitator Matthias Wilms

Svenja bei Matthias Willms Rezitator aus KielHeute abend ist endlich DIE Gelegenheit, meine neuen schwarzen Overknee Stiefel stilvoll in die Gesellschaft einzuführen. Immerhin sind da Silbernieten mit dran.

Die beste Freundin von allen hat mich ins
TanTamar eingeladen, wo an diesem Abend der Kieler Rezitator Matthias Wilms auftritt.

Dennoch bin ich skeptisch. Erstens habe ich keinerlei Vorstellung davon, was so ein Rezitator tut und zweitens entdecke ich auf der Speisenkarte des TanTamar kein einziges bekanntes Gericht. Ich hoffe inständig, dass Teriyaki das thailändische Wort für Schnitzel ist. Aber sicher kennt Claudia sich mit Rezitatoren und Teriyakis aus. Die weiß immer all so'n Zeug.


Ich: „Was macht so ein Rezitator eigentlich? Zitiert der Leute?“

Claudia: „Nein, Dummchen. Der liest Texte vor.“

Ich: „Na toll, wären wir bloß in Wienerwald gegangen, da weiß ich wenigstens, was es zu essen gibt. Und meiner kleinen Schwester Gute Nacht Geschichten vorlesen kann ich auch selber.“

Claudia: „Nein, kannst du nicht. Jedenfalls nicht so. Wenn Matthias deiner Schwester eine Geschichte vorliest, dann glaubt sie nicht nur, dass was Unheimliches unterm Bett ist, sondern dann weiß sie es genau. Und nicht einmal ihr Papa wäre sich sicher, dass es nicht so ist.“

Ich: „Ach so...“

„Ja, genau: Ach so.“, zickt Claudia mich an und äfft dabei meine Stimme nach, obwohl sie genau weiß, wie ich es hasse, wenn sie das tut. „Und außerdem stellt Matthias zu jeder Lesung die besten Texte ganz neu und originell zusammen. Dagegen würdest du mit deiner blöden Gute-Nacht-Geschichte ganz schön abstinken. Und er leiert nicht einfach die kürzeste Geschichte im Buch runter, wie eine gewisse Dame, sondern er spielt die Texte wie ein Schauspieler auf der Bühne. Und nicht wie du, wo ich schon einschlafe, wenn du einen deiner Endloswitze erzählst, und am Ende meistens noch die Pointe vergessen hast.“

Ich bin ein bisschen beleidigt, weil ich nämlich zufällig genau weiß, dass ich ganz toll lesen kann und besonders mein Froschkönig immer sehr gut ankommt: „Meine Güte, nun komm mal wieder runter. Ich habs ja verstanden. Seine Texte sind länger als meine und er kann ein paar Stimmen nachmachen. Ganz toll. Können wir jetzt was zu Essen bestellen? Und ich will endlich Wein.“

Nachdem ich mir von Maia, der Chefin des TanTamar, jedes Gericht habe erklären lassen, entscheide ich mich für ein Grünes Dschungel Curry, während Claudia ein Rindfleisch Teriyaki bestellt. Das Essen ist ein Knaller. Wir sind begeistert und uns wird klar, weshalb man hier ohne Reservierung nie einen Tisch bekommt.

Dann tritt der Rezitator ans Pult und knipst die winzige Leselampe an. Ich nehme mir fest vor, ganz unbeteiligt zu tun und dabei meinen besten gelangweilten Gesichtsausdruck aufzusetzen. Wollen doch erstmal hören, ob sein Froschkönig wirklich besser ist als meiner. Für diesen Abend hat Matthias Wilms einige Texte zusammengestellt, die alle etwas mit dem Genuss am Essen zu tun haben.
Der   Kieler Rezitator Matthias Willms bei einer Lesung

Schon nach dem zweiten Applaus bin ich so aus dem Häuschen, dass ich missbilligende Blicke vom Nebentisch ernte. Claudia informiert mich darüber, dass es bei Lesungen wohl unüblich sei, mit den Füßen zu trampeln, gellende Pfiffe auszustoßen und fortwährend „Bravo, Baby!“ zu brüllen. Muss ich mir merken.

Fazit: Eine Lesung von Matthias Wilms ist beeindruckend, intelligent und höchst unterhaltsam. Man muss es sich vorstellen, wie das Hörspiel zu einem Theaterstück, mit soviel Hingabe trägt der Rezitator vor. Matthias Wilms liest, er spricht, er flüstert, brüllt, stöhnt und schreit. Er trägt vor und ich bin begeistert. Dennoch, bei ihm wäre meine kleine Schwester niemals so schnell eingeschlafen, wie bei mir. Ätsch...

Donnerstag, 4. März 2010

Die Toilettenfrage - Ein Ablasshandel?

Transsexuelle Transgender auf der Herrentoilette"Wie? Du jetzt auch hier?", fragt mich eine Kollegin mit sichtlicher Verblüffung, als wir uns unvermittelt auf der Damentoilette gegenüberstehen. "Ja. Die da drüben wollten mich auch nicht mehr haben.", gebe ich ein wenig kleinlaut zurück. "Nein, nein. Das ist schon in Ordnung, du gehörst ja jetzt hier her.", beruhigt sie mich und beendet damit den Ablasshandel.

Dieser Dialog hat sich schon vor einigen Jahren auf einer Damentoilette des LKA ereignet und glücklicherweise ist das Bild nur eine billige Fotomontage.

Für uns Transsexuelle kommt irgendwann der Tag an dem der Frosch ins Wasser springt. Wir öffnen zum ersten Mal die Tür in eine neue Welt und auf der steht ein großes D. Von jetzt ab gibt es kein Zurück :-)

Die ersten Wochen danach war ich total angespannt, wenn ich mal bei McDonalds, oder bei Karstadt aufs Klo musste. Die schlimmsten Dinge hab ich mir ausgemalt: „Iiiiih, Mama. Da ist ein Mann auf dem Mädchenklo und der trägt Frauensachen.“

Natürlich ist niemals sowas Doofes passiert, aber die Ängste darum kann ich noch heute bestens verstehen. Besonders dann, wenn das Passing weniger in Richtung Heidi Klum geht, sondern eher noch an Bud Spencer erinnert. Aber durch diese erste gruselige Zeit müssen wir alle irgendwie durch.

Trotzdem ist jederzeit mit dem plötzlichen Auftritt Bildungsferner zu rechnen. So gab es im Jahr 2006 in den italienischen Medien eine große Debatte über just dieses Thema. Was war geschehen?

Extra Toiletten für TransgenderIm italienischen Parlament in Rom war eine transsexuelle Parlamentsabgeordnete beim Besuch der Damentoilette von der Sprecherin der rechtsgerichteten Berlusconi-Partei Forza Italia, Elisabetta Gardini, angesprochen worden, sie habe hier nichts zu suchen. Gardini soll anschließend in einem Interview gesagt haben: „Ich habe ihn da gesehen und mir wurde übel. Er sollte eine Toilette für sich allein bekommen."
Diese Diskussion fand ausgerechnet in der intensivsten Zeit meiner Verwandlung statt und ich habe sie aufmerksam und mit ängstlichem Interesse verfolgt. Als Neuankömmling in Frauenland konnte ich keinerlei schlechte Publicity gebrauchen. Mein Outing war bestens verlaufen und auf keinen Fall wollte ich der Anlass zu einer peinlichen Diskussion werden.

Mein Dezernatsleiter im LKA hat die simple Frage nach Mann oder Frau auf seine eigene pragmatische Weise gelöst: „In deinem Personalausweis steht Svenja? Damit bist ab jetzt offiziell eine Frau. Die Personalabteilung weiß schon Bescheid. Du gehst nachher zur Lichtbildstelle und lässt Fotos für einen neuen Dienstausweis machen. Sollte es sonst irgendwelche Probleme geben, kommst du zu mir und ich regel das.“

Fazit: Ich wohne jetzt in Frauenland und dort gehe ich auch auf die Toilette. Ich will doch nicht so sein wie Finch, der im Film American Pie den Spitznamen Heimscheißer verpasst bekommt. Ich habe die Erfahrung gemacht, je eindeutiger ich mich selbst als Frau verhalte, desto leichter mache ich es auch anderen, mich so zu sehen und zu akzeptieren. Und das gilt natürlich nicht nur für den Ablasshandel.

Frage: Wie sind eure Erfahrungen mit der sensiblen Waschraumproblematik? Und gibt es wirklich Frauen, die bei Konzerten und Events zu den Jungs rübergehen, um nicht endlos anstehen zu müssen? Und wie erleben das die Männer? Na los, ich möchte jedes schmutzige Detail erfahren :-)


Donnerstag, 25. Februar 2010

Abenteuer in Frauenland

Svenja im Strickkleid mit Stiefeln im Frauenland SophienhofErinnert ihr euch an das Gefühl als Kind, wenn ihr am Morgen nach Heiligabend wach geworden seid? Dieser Moment, in dem euch schlagartig einfällt, dass das ganze Wohnzimmer voller Geschenke für euch ist?

So ungefähr ergeht es mir an jedem neuen Tag in Frauenland. Ich hüpfe morgens aus dem Bett mit diesem wunderbaren Gefühl, in einem schönen neuen Land zu leben. Sogar die Arbeit macht hier mehr Spaß.


Obwohl ich mich bei euch schon total gut eingelebt habe, hat sich dieses Gefühl noch nicht abgenutzt. Kein bisschen und nicht mal an den Ecken.

Meine Zeit in Männerland ist nur noch eine Erinnerung. Aber sagt mal, kennt ihr Männerland überhaupt? Da ist alles total anders als hier.

Die haben zum Beispiel nicht so einen Dresscode wie wir. Mit einer Jeans, T-Shirt und Boots bist du da schon fertig angezogen. Und alleine das mit den Haaren. Da musst du nicht am ganzen Körper und im Gesicht immer makellos sein. Im Gegenteil. Ich hab mir mal die Arme und Beine rasiert, da hat meine Ehefrau eine Riesenszene gemacht.

Oder wenn du über Gefühle redest in Männerland. Das ist gefährlich. Die halten dich sofort für ein Weichei und dann bist du echt unten durch. Du kannst da nicht groß rumheulen, außer vielleicht, wenn dein Hund gestorben ist, sowas verstehen die.

Oder ihr müsstet mal hören, wie die über uns hier in Frauenland reden. Ich will jetzt echt nicht in die Einzelheiten gehen, aber die reißen oft total die dreckigen Witze über uns. Und ganz besonders die Hässlichen, die sowieso nie eine abkriegen würden. Und dann gröhlen sie zusammen los und tun so, als hätten sie die freie Auswahl.

Ob ich das Leben in Männerland vermisse? Nein, höchstens manchmal ein wenig, denn ich konnte da natürlich viel leichter eine Gefährtin finden. Trotzdem gefällt es mir in Frauenland viel besser und ich will nie wieder zurück.

Ausgelacht in MännerlandEin paar von uns Auswanderern sind hier ja nicht zurechtgekommen und dann doch wieder zurückgegangen nach Männerland. Zum Glück gibt es dafür ja extra die einjährige Probezeit mit Quarantäne. Das nennt sich Alltagstest und viele haben total Angst davor, weil man in dieser Zeit nirgends so richtig dazu gehört.

Die von Männerland lachen dich in dieser Zeit oft aus und die Frauenländerinnen sind zwar meistens netter, aber am Anfang noch total misstrauisch. Die sehen natürlich, dass du ursprünglich aus Männerland kommst.

Wenn du aber erstmal die Probezeit um hast und deine Einbürgerung durch ist mit den neuen Papieren und so, dann lebst du ganz normal wie jede Andere auch hier in Frauenland. Manchmal kommen wir sogar besser zurecht als die Eingeborenen selbst, weil wir das hier natürlich doppelt zu schätzen wissen und uns deshalb noch mehr Mühe geben.

Nun, jetzt wisst ihr jedenfalls, wie ich mich hier so fühle bei euch in Frauenland. Danke, dass ihr mich so lieb aufgenommen habt. Es ist einfach toll hier bei euch. Fast wundere ich mich ein bisschen, dass nicht mehr von uns rübermachen aus Männerland :-)

Montag, 22. Februar 2010

Braun Satin Hair Brush

Svenja and the City teste Braun Satin Hair BrushMeine jährlichen Ausgaben für haarglättende Mittel und Lotionen entsprechen ungefähr dem Verteidungshaushalt Dänemarks. Diverse Glätteisen, Anti Frizz Seren, Pferdemark, Pokerstraight, Frizz-Ease, ich hab sie alle ausprobiert.

Aber jetzt habe ich vielleicht doch etwas gefunden, womit sich meine Haare endlich bändigen lassen. Die neue Braun Satin Hair Brush.


Die Bürste gibt einen feinen Strahl negativer Ionen auf die Haare ab und neutralisiert dadurch die statische Aufladung. Adieu fliegende Haare und kleine Krissellocken.

Nach dem Einschalten beginnt die Satin Brush grün und geheimnisvoll zu leuchten, während der Ionenstrahl fast unhörbar zischt und dabei ganz vage nach frischem Fotokopierer duftet.

Der Effekt ist verblüffend und funktioniert tatsächlich. Mit langsamen Strichen bürste ich vorsichtig durchs Haar und schon beim ersten Strich wird es glatter und beginnt zu glänzen.

Das Bürstenpad ist abnehmbar, auswechselbar und leicht zu reinigen. Nahtlose Borsten sollen die Haare schonen. Der Glanzeffekt tritt schon beim ersten Strich ein. Mein Tipp: Ganz langsam bürsten, damit die Ionen sich so richtig fett auf die Haare setzen können.

Svenja and the City testet Braun Satin Hair BrushLange hält er leider nicht an, der schöne Anti Frizz Effekt von Braun, denn die Haare laden sich nach kurzer Zeit erneut auf. Deshalb trage ich die Bürste fast ständig in der Handtasche, auch wenn sie etwas schwerer ist, als eine normale Bürste. Wie lange die Batterien halten, weiß ich noch nicht. Die Bürste leuchtet, zischelt und müffelt schon einige Wochen lang fröhlich vor sich hin, ohne dass die Wirkung nachgelassen hat.

Fazit: Die 29 EUR für die Braun Satin Brush sind eine lohnende Investition. Eine gute Haarbürste hat selbst ohne Elektronik ihren Preis und die Satin Brush ist deutlich günstiger als eine Mason Pearson. Der Anti Frizz Effekt funktioniert gut und ich habe endlich wieder etwas Geld übrig für diese neuen schwarzen Glattleder Overknee Stiefel, die ich bei Görtz17 gesehen habe :-)

Freitag, 19. Februar 2010

Abschied in die Normalität

Transsexualität bestimmt nicht länger Svenjas LebenVier Jahre lang hängt dieses Poster jetzt an der Pinwand meines Büros im LKA. Es zeigt eine junge Transsexuelle, die sich in ihrem Klassenzimmer ganz selbstverständlich mit einer Mitschülerin unterhält, die ihr freundlich zulächelt.

"Das ist bloß Disney.", habe ich gedacht. "Soweit kommst DU niemals. Du bist zu alt, du wirst nie so weiblich aussehen und niemals wirst du so selbstverständlich ins Leben passen." Trotzdem hat dieses Transgender Traum Plakat mir Kraft gegeben.

Ich liebe dieses Poster, aber heute nehme ich es von der Wand und verabschiede mich in die Normalität.


Seit einigen Monaten hat sich etwas in meinem Leben verändert. Ich gehe nicht mehr zu Transgender Treffen, ich schreibe nicht mehr in TransForen und ich habe immer weniger das Bedürfnis, mich mit trans auseinanderzusetzen. Ich habe die Hoffnung, dass ich endlich durch bin mit dem Thema. Ich bin zurück im normalen Leben, ohne dass trans darin das Hauptthema ist und ich habe jetzt mehr oder weniger dieselben Alltagsproblemen, wie jede andere Frau auch. Lassen wir Cellulite und Regelschmerzen einmal außen vor :-)

Svenjas Abschied in die NormalitätAlle meine Interessen, meine Hobbys und meine Leidenschaften sind noch da. "Danke Jungs, dass ihr so lange auf mich gewartet habt." Ich träume wieder vom Endurowandern, von Abenteuerreisen mit Zelt und Schlafsack und ich spare wie verrückt auf eine kleine Enduro. Seit Wochen arbeite ich hingebungsvoll an einem Relaunch meiner Svendura Website, die ich so lange vernachlässigt habe, und die gerade tausend Prozent meiner Zeit frißt. Endlich wieder vertrautes Zeugs, das einmal nichts mit trans zu tun hat.
Außerdem koche ich leidenschaftlich gern, ich liebe Bücher, das Theater, die Oper und neuerdings auch das Ballet. Und natürlich liebe ich es, mich schön anzuziehen.

Vier Jahre lang hat die Verwandlung von Sven in Svenja meine ganze Energie gefressen. Die Welt drehte sich um Ärzte und Gutachter, um Laserbehandlung und Hormone, um Klamotten und Passing, um Namensänderung und Gerichtsbeschlüsse und darum, wie ich als transsexuelle Polizistin im Dienst klarkommen würde. Werde ich ausgelacht, links liegen gelassen, oder sogar gemobbt? Dreimal nein. Der Dienst läuft bestens und macht mir mehr Freude, als jemals zuvor.
Endlich bin ich im normalen Frauenleben angekommen und natürlich habe ich jetzt auch ständig irgendwelche wichtigen Frauendinge zu erledigen. Außerdem kann ich als Frau alles das tun, was auch ein Mann tun kann. Aber ich kann das auch auf hohen Schuhen, Baby :-)

Svenja and the City geht weiterDer Blog geht weiter. Er ist längst ein Teil meines Lebens geworden, den ich nicht mehr missen möchte. Meine Güte, was habe ich Tränen vergossen in den letzten viereinhalb Jahren. Soviele Erlebnisse, die ich niemals vergessen werde. Vielleicht werden die Postings etwas seltener, aber das Thema Transgender wird niemals ganz daraus verschwinden, denn dieser Blog handelt von mir und ich bin Svenja, eine ganz normale transsexuelle Frau.

Dienstag, 9. Februar 2010

Die erste Abmahnung

Svenja und ein Glas Blanchet
„...wenden sich mit ihrer Veröffentlichung an einen Personenkreis, der durch eine besondere sexuelle Orientierung gekennzeichnet ist.“ Wie bitte?

Ich versteh nur Bahnhof, aber es wird sogar noch besser: „Eine derartige Rubrizierung stößt die Mehrheit der Besucher ab und veranlasst potenzielle Gäste, den Betrieb meines Mandanten gar nicht erst aufzusuchen.“


Moment mal, das muss ich von Anfang an lesen. Es geht ja gar nicht um meinen Blog Svenja-and-the-City, sondern um meinen Kieler Fremdenführer für Transgender.

In meinem Kieler Stadtführer beantworte ich die Frage, wo kann T-girl hingehen, auch wenn das Passing noch lückenhaft ist? Unter anderem empfehle ich Bars und Kneipen, die ich selbst getestet habe und die ich für besonders tolerant und weltoffen halte. Natürlich nenne ich auch die einschlägigen Szenelokale, wie das Birdcage, erwähne aber ausdrücklich, dass die Kneipe, um die es hier geht, eben kein solches Szenelokal ist, man dort als T-Girl aber dennoch gut aufgehoben ist.

Die Empfehlung dieser speziellen Kneipe steht allerdings schon seit Monaten auf meiner Streichliste, weil das Publikum im vergangenen Jahr ständig prolliger wurde, solange bis ich einmal in eine ziemlich heikle Situation geraten bin. Passing hin, oder her, wenn betrunkene Ausländer merken, dass in ihrer Kneipe Schwuchteln* tanzen, dann wird es gefährlich und so war es auch.

Inzwischen habe ich meinen Kieler Fremdenführer komplett vom Netz genommen, solange bis ich irgendwann Zeit finde, ihn ganz neu zu gestalten. Einige Tipps waren ohnehin veraltet und ich habe auch ein wenig das Sendungsbewußtsein verloren.

Fazit: Niemals habe ich daran gedacht, dass eine Bar, ein Restaurant, oder ein Theater vielleicht gar nicht von mir als besonders tolerant, nett und weltoffen empfohlen werden möchten. Machen wir uns nichts vor, was sollen denn die zahlenden Gäste denken, wenn dort Typen wie ich abhängen...?!

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*Schwuchteln: Eine Bezeichnung bildungsferner Schichten für jede Erscheinungsform von Transgendern, Homosexuellen und sonstwie verdächtigen Personen. Sehr beliebt ist auch der quer über die Straße gegröhlte Ruf: "Ey, Schwuchtel!"

Sonntag, 7. Februar 2010

Trennungsschmerz

Sven Svenja Verwandelung Hormone Transgender KielMeine Güte, was habe ich den Typen geliebt. Charmant konnte er sein. Und als Frau habe ich mich bei ihm immer sicher und geborgen gefühlt. Mit dem konnte ich überall hingehen. Manchmal trauere ich noch heute um meinen Sven.

Dabei war ich es, die Schluss gemacht hat und nicht er. Heilfroh war ich, den Kerl endlich aus meinem Leben zu haben.

Um ihn wirklich loszuwerden, musste ich ihn allerdings fast umbringen. Meine Tatwaffen waren Hormone, Laser und Wimperntusche, meine Mittäter Deichmann, Douglas und H&M.

Viereinhalb Jahre ist es her, dass ich ein neues Leben als Svenja angefangen habe. Ob ich Sven nicht mehr geliebt habe? Doch, schon, aber meine Liebe zu Svenja war überwältigend stärker. Nach der Trennung von Sven habe ich sogar meinen Namen geändert und endlich meinen Mädchennamen angenommen, Svenja :-)

Das Leben als Frau ist so ganz anders, völlig neu und frisch und wunderbar. Das Gefühl, alle Dinge noch einmal neu zu erleben, einerseits vertraut und dabei doch ganz anders. Zum ersten Mal als Frau zum Dienst gehen, ins Kino, zum Arzt, auf eine Party, in die Werkstatt, ein Motorrad probefahren, zu Freunden, zum Friseur, ins Solarium, Schuhe kaufen, meinen Nachbarn begegnen...

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufregend das ist. Mein ganzes Leben ist brandneu. Fast wie in diesen Zeitreisefilmen, in denen der Held die Chance bekommt, alles noch einmal neu und diesmal auch richtig zu machen. Wer bekommt schon eine solche Chance? In dieser Hinsicht sind wir Transgender fast zu beneiden.

Aber dennoch. An manchen Tagen in meinen dunklen Stunden, wenn ich als Svenja irgendwo versagt habe, wenn ich vielleicht gekränkt oder verletzt worden bin, dann spüre ich diesen bittersüßen Trennungsschmerz. Aber auch das gehört zum Leben transsexueller Frauen.

Fazit: Ich bin längst angekommen in meinem neuen Leben als Svenja und ich bin glücklich darin. Sicher, mein Leben ist nicht perfekt, aber doch so nahe dran, wie es nur sein kann. Ich bin jung und gesund, habe einen tollen Job und lebe glücklich als Frau. Besser kann es kaum noch werden.

Stimme aus dem Off, die verdächtige Ähnlichkeit mit Svens Stimme hat: "Dafür habe ich viel leichter Frauen kennengelernt als du, ätsch."
Svenja: "Blödmann!"